Es schaffen ist das Eine, es zu Sein das Andere!

Nun sind einige Wochen vergangen seit ich die -9,8 erreichte und ich realisiere mehr und mehr, wie sehr sich mein Golfspiel transformiert hat.

Erst war es ein ziemlich cooles Gefühl, es geschafft zu haben. Es stellte sich ein Zustand der Zufriedenheit ein. Dieser wich aber sehr schnell dem Gefühl „bin ich wirklich so gut?“. Meine Gemütslage pendelte also hin und her.
Auf der einen Seite war ich glücklich, dass das Projekt erfolgreich abgeschlossen war aber auf der anderen Seite wusste ich auch, dass die Arbeit nun erst richtig losgeht.

Was ich nun auf den Golfrunden feststellte war, dass ich super gelassen Golf spiele. Das führe ich darauf zurück, dass ich mein Ziel erreicht habe und der „Druck“ komplett von mir abgefallen ist. Natürlich waren auf diesen Runden auch schlechte Schläge dabei, die mich vor Wochen noch aus dem Konzept gebracht hätten. Diese wurden nun charmant weg gelächelt mit dem Gedanken: „So what! ich bin Single-Handicaper!“

Jetzt hatte ich Zeit, mich viel intensiver auf andere Dinge im Spiel zu konzentrieren wie zum Beispiel eine immer wiederkehrende Routine. Ich merkte sehr schnell, wie ruhig ich wurde, wenn ich diese Routine ausübte. Um ein bisschen stressresistenter zu werden, spielte ich viele Runden u.a. mit hohen Handicapern/innen. Da ihnen nicht immer alles gelingt und es wohlmöglich auch zu langen Wartezeiten für mich kommt, habe ich dabei trainiert, nur auf mich zu schauen. Das spielen mit hohen Handicapern/innen macht mir aber trotzdem großen Spaß, da ich ja das Spiel liebe.

Die Verlagerung meines Trainings hin zum kurzen Spiel stellt sich auch als ein neuer und sehr wichtiger Bestandteil heraus. Ich merkte zunehmend, wie kompletter das Spiel dadurch wurde (ich stehe aber noch ganz am Anfang dieser Reise). Viele Puzzleteile setzen sich aktuell zu einem sehr schönen Bild meines Spiels zusammen und dennoch war ich mir nicht so sicher, ob auch wirklich alles „cool“ ist.

Letzte Woche spielte ich 18 Loch mit Coach Christoph und das gab mir endlich die Gewissheit es geschafft zu haben. Klar kennt Christoph all meine Stärken und Schwächen aber im Kontext einer Golfrunde hat er es auch noch nicht beurteilen können. Somit versprach ich mir sehr viel neuen Input von dieser Runde.

Golfclub Hamburg-Oberalster war unser Ziel und ich nehme mal eins direkt vorweg:

Coach Christoph hat die Wiese noch nie gespielt und eine 4 unter Par hingelegt. Mit anderen Worten, er hat den Platz auseinander genommen.

Meine Anspannung war ziemlich okay und ich hatte riesen Bock auf die Runde. Ich blieb bei mir, machte meine Routine und staunte über die Schläge meines Trainers. Wir beide spielten einfach easy vor uns hin und ich merkte dabei, dass ich völlig tiefenentspannt war. Mein Putting-Stroke war exorbitant geil und so lief die Runde wie ein Fußball-Länderspiel gegen Liechtenstein.

Was aber noch viel geiler war, ist die Tatsache, dass mein Trainer mich 18 Loch im Auge hatte und mir ein gutes Spiel bescheinigte. Das gab und gibt mir das Gefühl, irgendwie vieles richtig gemacht zu haben – im Training und auf dem Platz!

Diese Golfrunde war mit Abstand die geilste, die ich gespielt habe, nicht bezogen auf das Resultat sondern viel mehr für die innere Zufriedenheit. Denn von nun an habe ich mit der Single-Handicaper-Chose meinen Frieden gemacht!

Ich bin einer!!!

Geheimwaffe Wedge!

Die Luft als Single–Handicaper wird ja bekanntlich immer dünner. Es gilt präziser zur driven, bessere Schläge ins Grün zu spielen und 3 Putts sind eine Katastrophe. Aber was ist mit dem Spiel direkt (hier meine ich unter 90 Meter) ums Grün?

Wie immer bin ich auch hierbei sehr ehrlich und sage ganz offen, dass ich meine Wedges eigentlich nur mitschleppe, weil ich ja 14 Schläger im Bag haben darf. Meine Annäherungen spiele ich in der Regel mit meinem PW. Über die Jahre habe ich mir ein solides kurzes Spiel antrainiert aber ist das nun noch ausreichend?

Die Antwort ist ein klares NEIN!

Habe ich meinen Score durch gutes bis sehr gutes Putten immer zusammenhalten können, reicht das nun nicht mehr aus. Schläge ins Grün spiele ich zwar immer noch sicher Mitte Grün aber alles um 100 Meter und weniger sollte direkter und präziser an den Stock geballert werden. Geballert scheint mir hier jedoch nicht die passende Umschreibung zu sein, viel mehr geht es hier doch um einen gefühlvollen Schlag.

Wer kennt denn metergenau seine Carry-Länge für die unterschiedlichen Wedges? Ich nicht! Das hing auch damit zusammen, dass ich diese Schläger nur spazieren getragen habe.

Heute als mich Coach Christoph fragte, was wir trainieren, war meine Antwort sofort das kurze Spiel und hier ganz besonders das Wedge-Spiel.

Durch diverse Schottland Aufenthalte habe ich den Chip and Run sehr verinnerlicht und kann den sehr präzise an die Fahne spielen. Das gelingt mir bis Eisen 5 und auch vom Fairway. Das Training sollte sich heute ausschließlich um hohe Annäherungen mit viel Spin direkt zur Fahne drehen.

Als ich die ersten Annäherungen spielte, wie ich sie für gewöhnlich spielen würde, schlug Christoph (gezeigt hat er es nicht) die Hände über dem Kopf zusammen. Ich aber eigentlich auch, denn das hatte mit gefühlvollen Wedge-Schlägen so gar nichts zu tun. Viel zu unentspannt und auch mit der falschen Bewegung bin ich an die Sache heran gegangen.

Da Christoph mich nun in- und auswendig kennt, vermittelte er mir zunächst eine Idee dieses Schlags und ein Bild für mein geistiges Auge. Was soll ich euch sagen, es klappte ziemlich zügig und ziemlich geil! Ich wäre fast geneigt zu sagen – Okay, nenn mich Phil Mickelson! Nee, das wäre vermessen aber cool war es schon, immer dichter an die Fahne zu spielen und ich spreche hier von unter einem Meter.

Ich merke sehr schnell, dass dieser Schlag mir liegen wird und es nur noch mehr Trainingsarbeit erfordert. Da Training sowieso geil ist, habe ich jetzt schon ziemlich viel Bock, mir diesen Schlag anzutrainieren!

Der Eine oder Andere denkt bestimmt, wie konnte er es denn zum Single-Handicaper schaffen ohne diesen präzisen Pitch? Ganz einfach, in dem ich diese Situation nicht wirklich herbeigesehnt habe. Einen Standard-Pitch Mitte Grün und dann aufs putten hoffen war mein Game-Plan.

Nun erschließt sich mir ein weiteres Puzzleteil, um mein Spiel noch besser werden zu lassen. Habe jetzt schon richtig Bock drauf, das auch in Runden konsequent anzuwenden.

Als Nächstes kommen dann die Schläge ins Grün aus 120 Meter aufwärts dran. Die gilt es dann an den Stock zu ballern!

Für alle, die sich des Themas Wedge annehmen möchten hier die Links zum YouTube Video von Christoph

Ungenutztes Potenzial?

Wer kennt es nicht, man ist auf der Golfrunde und spielt einen 3-Putt nach dem anderen. Mal zu schnell dann wieder zu langsam. Es werden Breaks auf den Grüns gesehen, die noch nie da waren. Oder der gerade erst gekaufte Driver, der laut Hersteller einen wunderbaren Draw spielen soll, haut einen Slice nach dem anderen raus. Nun sitzt man auf der Clubterrasse oder zu Hause und es gibt augenscheinlich nur eine Lösung!

Neues Equipment muss her! Man greift zum Tablet und recherchiert bei den allseits bekannten Online-Shops nach neuem Material. Ist doch klar, oder?!

Der Gedanke, dass es möglicherweise am mangelnden Training liegt, kommt bei dem ambitionierten Golfer und ja, ich denke Frauen sind da nicht so, erst gefühlt an Stelle 43!!

Zack ist der neue Putter bestellt und der gerade erworbene Driver findet sich auf Ebay wieder, denn man braucht Platz für neues Material.

Den Faktor Training habe ich ziemlich gut drauf, aber es gibt auch einen Teil im Spiel, dem ich mich noch gar nicht gewidmet habe.

Wie ist es um meine mentale Stärke bestellt? Liegen mögliche Fehlschläge an meiner Einstellung?

Die Frage beschäftigt mich schon lange, aber ich habe sie noch nicht wirklich in den Mittelpunkt meines Spiels gestellt.

Bei meinem Driver-Spiel beobachte ich bereits seit einiger Zeit, dass auf der Range alle (8 von 10) gut sind. Stehe ich aber in der Teebox, falle ich in alte Muster. Klappen die ersten Drives, habe ich dennoch immer ein „mulmiges“ Gefühl. Eigentlich warte ich nur auf einen Fehlschlag, um dann sagen zu können “siehste, funktioniert wieder nicht!“

Da ich mir in Sachen Trainingsfleiß nichts vorzuwerfen habe, Coach Christoph wird mir zu stimmen, muss ich wohl zwischen den Ohren nach der Lösung suchen.

Hurra, ich habe wieder ein Thema, was mich komplett vereinnahmt!

Wie gehe ich das jetzt an?

Singe ich jetzt immer ein fröhliches Liedchen in der Teebox und der Drive landet bei 300m? Muss ich mir erfolgreiche Situationen vor mein geistiges Auge führen, um die positive Kraft zu spüren?

Ganz ehrlich ich habe keine Idee!

Wer mich kennt oder hier das eine oder andere über mich erfahren hat weiß, dass mich sowas nicht loslässt, bis ich der Lösung nahe bin.

Auf meiner Facebook Seite hat mich jüngst ein Mental-Coach angeschrieben, um mich genau auf dieses UNGENUTZTE POTENZIAL aufmerksam zu machen.

Zurzeit bin ich aber noch nicht so weit, dass ich sage – okay, da buche ich direkt mal einen Kurs.

Ich muss erstmal 3-27 Erfolgsgeschichten gelesen haben, um auch auf diesen Zug aufzuspringen.

Gibt es möglicherweise unter euch jemanden, der diesen Teil des Spiels bereits erfolgreich trainiert?

Über Erfahrungsberichte würde ich mich natürlich sehr freuen!

Ist die Reise nun zu Ende?

ES IST GESCHAFFT!!

Seit letzter Woche ist diese Projektarbeit abgeschlossen! ES IST GESCHAFFT 9,8!

Aber ist es nun wirklich geschafft oder geht es vielleicht jetzt erst richtig los?

Als ich im Frühjahr 2019 mir das Ding mit der Einstelligkeit in den Kopf setzte, war mir nicht wirklich klar, worauf ich mich da einlasse.

Training und vorgabewirksame Runden ist das Eine, aber wenn es dann erledigt ist das Andere.

Mein ganzes Training, meine ganzen Runden zielten nur darauf ab unter -10 zu kommen.

Neuer Schwung, unzählige Bälle auf der Range, tolle Fortschritte und dann auch wieder komplette Katastrophen.

Funktionierte das Eine klappte das Andere wieder nicht. Worauf ich mich in der Regel verlassen konnte war mein 14 Jahre alter YES-Putter.

Denn das zeigte mir auch, dass vieles von dem was passierte, zwar auf das ganze Training basierte aber auch, und das gestehe ich mich ein, Glück war.

Was will ich damit nun eigentlich sagen?

Klar, ich gehöre nun in den Kreis der Single-Handicaper aber spiele ich das auch immer?

Bestimmt nicht aber ich versuche so viele Dinge positiv zu beeinflussen, wie ich kann. So kommen wir zu dem eigentlichen (neuen) Projekt.

Bestätige dein Handicap! Welche Fehlerquellen gilt es zu optimieren?

Manch Einer fragt sich bestimmt gerade, warum freut sich der Bengel nicht erstmal?

Natürlich freue ich mich riesig und ich bin auch total stolz auf diese Leistung aber was nützt eine granaten Runde?

Somit bin jetzt schon wieder im PROJEKT-FORTSETZUNGSMODUS und die Überschrift lautet:

HAU DEINE WEDGES AN DEN STOCK!

Ich habe immer wieder feststellen müssen, dass mein kurzes Spiel auch kurz war. Chips zu kurz, Pitches kurz und alles viel zu unpräzise. Ich erarbeitete mir schon Birdie-Chancen aber realistisch waren die dann selten. In der Regel war es dann ein Putt von der Distanz New York nach Chicago! Da mein Putter eigentlich immer ziemlich hot ist, konnte ich dann Pars spielen oder aber auch das Bogey retten.

Natürlich wäre es vermessen jetzt nur über PAR-Runden nachzudenken (träumen kann man mal) aber ein Ziel könnte sein, Schläge im kurzen Spiel einzusparen.

Wie ich hier bereits mehrfach erwähnte, ist der Driver noch immer ein sehr sensibles Thema und wenn der Drive mal nicht so komfortabel liegt, dann brauche ich nicht noch eine Baustelle, in dem die Annäherung 17 Meter von Fahne weg liegt.

Gestern war ich dann also bereits damit beschäftigt, mir über Trainings-Drills für diesen Aspekt meines Spiels Gedanken zu machen.

Mit Christoph habe ich über dieses Thema zwar mal locker gesprochen aber konkret sind wir dazu noch nicht geworden.

Fazit:

Es ist zwar erledigt aber die Arbeit geht jetzt erst richtig los!

Eins ist mir aber ganz wichtig, ich will den Spass an allem nicht verlieren.

Wenn das mit dem Driver länger dauert, dann ist das so!

Wenn ich weiter an meinem Schwung arbeiten muss, dann ist das so!

Wenn ich morgen nicht gleich mein Wedge mit Backspin an den Pin nagele, dann ist das so!

Aber wenn alles funktioniert, Leute lasst es euch gesagt sein, ist es schon ziemlich cool.

Also geht die Reise weiter!

Fahrer, Fahrer immer dieser Fahrer!

Ich wollte mal eine neue Überschrift zum immer gleichen Thema wählen!

Der Driver wird zu einer never ending Story!

Diese Story ist aber auch eine sehr spannende, denn sie entwickelt sich gerade zu einer guten!

Mein Fleiß auf der Range trägt so langsam Früchte und das mache ich an diesen Faktoren fest:

1.            Mehr gute als schlechte Drives!

2.            Mehr Länge!

Der Plan von innen nach außen zu schwingen erwies sich anfänglich als nicht einfach. Klar wusste ich, was damit gemeint ist aber es dann auch wiederholbar immer und immer wieder zu spielen, war für mich schwierig. Wenn der Ball mit hoher Geschwindigkeit hoch rechts wegflog, dann wusste ich,

schön von außen nach innen geschwungen … SCHEIßE!

Zwar bin ich diszipliniert aber auch ungeduldig im Training. Das Training startet und die ersten Bälle sind gut. Ich freue mich zunehmend darüber. Dann kommt der erste schlechte Ball und der zweite und mein gerade noch positives Gefühl wird immer negativer.

Es ist das gleiche Gefühl was ich habe, wenn auf der Runde ein Drive nicht funktioniert und ich dann den nächsten spielen muss.

Da ich aber nun in einer Trainingssituation bin, nehme ich mir eine kurze Auszeit. Entweder mache ich dann einen Eisen-Drill oder einfach mal eine Pause.

Je mehr Trainingseinheiten ich habe, umso geduldiger werde ich! Das schlägt sich dann auch in den Resultaten nieder. Der Schwung und die Bewegung verinnerliche ich mehr und mehr. Trainingserfolge sind das Eine aber auf einer Golfrunde einen wiederholbaren Drive zu spielen das Andere.

Denn nun habe ich auf der Runde mit einem neuen Fehlschlag zu kämpfen – der Pull-Hook!

Als hätte ich nicht genug Probleme mit dem Scheiß Driver, ballere ich die Bälle mit Vollspeed links weg! Hoch rechts habe ich langsam im Griff , nun kommt volle Kanne links dazu … herrlich! Merkwürdig ist es in der Tat, dass dieser Schlag nicht auf der Range passiert.

Nun, jetzt könnte man annehmen, dass ich gar keinen Ball aufs Fairway bekomme. Dem ist nicht so! Ich spiele 7 von 10 aufs Fairway und damit lässt es sich eigentlichen leben aber die drei, die ich wegballere, verunsichern mich zum Teil maßlos.

Ein Sprichwort besagt: Fleiß ist die Mutter des Glücks! Daher bleibe ich einfach weiter fleißig.

Die letzten Runden zeigten mir sehr deutlich, dass Fleiß sich auszahlt. Meine Drives sind deutlich länger und das wiederum hat zu Folge, dass ich viel kürzere Schläge ins Grün habe. Das hat wiederum hat zu Folge, dass es Birdie-Chancen gibt und das wiederum, dass ich dann Par`s spiele. Find ich gut!

Das sind die positiven Aspekte aber es bring auch Defizite zum Vorschein.

Long Game for fun but short game for the money! Frei übersetzt: Wenn dein kurzes Spiel nichts taugt, dann wird es auch nichts mit besseren Scores. Somit habe ich nun wieder ein neues Thema, dem ich mich widmen sollte.

Das kurze Spiel und der Putt sollten zeitnah in den Fokus des Trainings rücken. Ich bin ehrlich, seit meinem Platzreife-Kurs habe ich das nie wieder richtig trainiert. Natürlich kenne ich sämtliche Trainings-Drills für das kurze Spiel und den Putt aber gemacht habe ich es nie richtig!

Ist unter den Lesern ein Streber, der es regelmäßig trainiert? Wenn ja, dann raus mit der Sprache!

Sieben Tage in Utopia!

Gestern habe ich nach dem Buch , auf Empfehlung von Coach Christoph, Sacred Journey: Seven Days at the Links of Utopia gesucht und bin dabei auf den Film aufmerksam geworden. Na anschauen ist besser alles lesen war mein erster Impuls und die ca. 1 1/2 Stunden vergingen wie im Fluge.

Ich möchte nun dem Interessierten nicht den Inhalt preisgeben, aber es geht in der Sache um mentale Stärke und auch Schwäche. Da ich vieles was ich so rundum den Golfsport aufschnappe direkt in den Kontext zu meinem Spiel setze kam die Frage auf – Wie stark bin ich eigentlich? –

Aber wie definiert man Stärke im Golf? Ist es das Vertrauen und die Überzeugung in das eigene Können?

Zur Zeit ist es bei mir in der Tat so, das ich immer mehr zutrauen in mein komplettes Spiel finde. Auch Driver gesellt sich immer mehr dazu, was ich gerade richtig geil finde.

Was kann diese Stärke denn dann beeinflussen?
Bei mir ist es wenn ich mich unwohl in der Teebox fühle, wenn ich mehrfach an meiner Ansprechposition zum doktere! Ich kann dann den schlechten Schlag buchstäblich fühlen bevor er überhaupt passiert.

Da ich aber weiß, umso mehr ich trainiere umso routinierter werde ich beim Abschlag und dadurch wird der Schlag gut. Dieses Verständnis gibt mir dann das positive Gefühl vor dem Drive.

Zwickmühle könnte man es auch nennen, denn ich weiß vor einer Runde nicht welches Gefühl mich umtreibt!

Der Film/Buch legte also wieder einen neuen Aspekt offen, dem ich mich wohl widmen werden.

Meine mentale Verfassung immer positiv zu halten!

Nun beginnt also wieder die Recherche!

Lesen! Videos schauen!

Ich halte euch auf dem laufenden!

Trainingslager im Strelasund!

Um mein Ziel zu erreichen ist es wichtig, auch mal ein „Trainingslager“ zu machen. Da mein geplanter Dänemark-Urlaub nicht stattfinden konnte, habe ich mich entschlossen eine Woche in den Golfpark Strelasund zu fahren. Dort hat man ideale Bedingungen, um sowohl einen Golf-Urlaub als auch eine gute Trainingswoche zu verbringen. Zwei 18 Loch-Plätze, ein Trainingsgelände im besten Zustand und ein Apartment vom Feinsten sorgten für eine wunderbare Woche.

Da mir mein Coach Christoph eine Menge Arbeit mit auf den Weg gegeben hat, bin ich also voller Elan aufgebrochen.

Mein Ziel für die Woche:

  • An den Grundlagen im Eisenspiel arbeiten
  • Die Schwungidee von innen nach außen für den Driver vertiefen

Das klingt nun nicht gerade spektakulär ist aber gerade bei der Driver Geschichte schon ein bisschen anstrengend für mich.

Da ich beschloss den Driver erst wieder zu spielen, wenn ich die Idee verinnerlicht habe stand ich hier schon ein bisschen unter Druck. Den Druck mache ich mir ja von Zeit zu Zeit selbst und ich will dann schnell Erfolge sehen.

Der Drill für den Driver besteht im Absenken des rechten Ellenbogens, so dass er den Driver nach unten führt und nicht zum Ball. Für mich ist es eine Herausforderung den Schwung nicht mit der rechten Schulter einzuleiten. Denn wenn ich das tue komme ich von außen an den Ball und der Fehlschlag nimmt seinen Lauf.

Also lag genau darauf der Fokus. Wer das Wort DRILL mal googelt wird das Wort Selbstdisziplin finden. Diese Selbstdisziplin ermögliche mir ein schnellen Trainingserfolg und so beschloss ich auch auf Runden wieder Driver zu spielen.

Ich spielte Ball um Ball mit meinem Drill und ich merkte eine deutliche Verbesserung. Das Treffmonent würde konstanter, der Schwungbahn besser und somit auch die Weite. Da ich bekanntermaßen ein Trainings-Weltmeister bin könnte ich das Stunden lang!

Einen langen und gerade Drive auf`s Fairway zu ballern ist nicht nur ein super Gefühl, sondern es verändert auch das/mein Spiel. Ich konnte somit 2 Schläger weniger verwenden, um ins Grün zu spielen es war maximal ein Eisen 7 aber meistens Eisen 9 oder Pitching Wedge. Der Golfplatz verändert sich zwar nicht, aber irgendwie wird das Spiel ein anderes.

Neben der täglichen Trainingseinheiten habe ich auch noch 7 neu Loch Runden gespielt. Warum den nur 9 Loch könnte man jetzt fragen und die Antwort ist schöne!

Mein Hund Edison, 14 Monate alter Labrador, war mit von der Partie. 18 Loch oder ca. 4 Stunden sind noch zu viel für ihn. Er hat seine Sache ganz toll gemacht und er fühlt ich wohl auf dem Golfplatz. Er jagt keine Bälle liegt sich brav neben das Bag und wartet geduldig bis gespielt wurde.

Nun zurück zum Spiel. Es fiel mir die ersten 2 Runden noch schwer nicht auch auf der Runde zu „trainieren“ und immer wieder am Driver rumzubasteln. Als ich es aber von einander trennen konnte bekam ich immer mehr Lockerheit in mein Spiel.

Diese Lockerheit blieb nicht ohne Auswirkung. Wer den letzten Artikel gelesen hat weiß, das ich durch Zufall eine EDS-Runde spielte und mich dadurch auf -11,0 verbessert habe. Nun diesmal war es genau andersrum, ich wollte eine Runde anmelden aber hat es dann nicht.

Es passierte was passieren muss:

  1. Par 4                                                    Birdie                                    -1
  2. Par 4                                                    Par                                         -1
  3. Par 3                                                    Par                                         -1
  4. Par 5                                                    Par                                         -1
  5. Par 5                                                    Par                                         -1
  6. Par 4                                                    Birdie                                    -2
  7. Par 3                                                    Par                                         -2
  8. Par 4                                                    Doppel Bogey                   Par
  9. Par 3                                                    Bogey                                   +1

Ich mag es gar nicht aufschreiben, aber wenn (das Wörtchen, wenn nicht wäre😊) es eine EDS gewesen wäre, dann wäre das Projekt bereits zu Ende!

6 Netto Punkte! Hcp -9,8!

Da es aber keine war ist es wie es ist und ich trainiere und arbeite weiter!

Schneller als gedacht!

Wenn man sich in einer Projektarbeit befindet und sei es auch eine sportliche, dann hat man sich bestimmt auch eine Timeline gesetzt.

Genau das habe ich auch für dieses Projekt getan. Mein Ansatz war:

  • Eisen noch konstanter spielen
  • Schwungidee für den Driver entwickeln und festigen
  • Kurzes Spiel verbessern

Nun habe ich durch die Corona-Situation bestimmt 3 Monate verloren und eine Einstelligkeit in 2020 wird dadurch nicht leichter. Dennoch ist es ja auch in Projekten gefordert, situationselastisch zu sein, gewollt oder auch ungewollt!

Was will ich damit sagen? Manchmal kommen Situationen zustande, die dann das Projekt buchstäblich durcheinander rütteln und genau das ist mir passiert!

Aufgrund der Corona-Regeln auf den Golfplätzen sind Startzeiten unverzichtbar. So stand ich nun an Tee 10 und wartete auf meinen Flightpartner. Als er dann endlich – im Laufschritt – ankam, fragte er mich, ob ich ihn für eine EDS (Extra Scoring Day) zählen könne. Aber natürlich würde ich das machen und entschied spontan auch eine zu spielen.

Geplant war das mal so gar nicht und passte auch nicht in meine eigentlich sehr strukturierte Herangehensweise.

Jetzt musste ich aber schnell noch eine Entscheidung treffen!

Spielst du auf Sicherheit und nimmst das Holz 3? – hierzu waren die Gedanken, lieber sauber die Fairways zu treffen und ein gutes Gefühl in der Teebox zu entwickeln.

Spielst du den Driver? – hierzu waren die Gedanken, besser lass ihn im Bag und spiele kein Risiko! Habe kein ungutes Gefühl in der Teebox.

Die Entscheidung pro Holz 3 beinhaltet aber einen ganz wesentlichen Faktor – DISZIPLIN !!!

Disziplin im Sinne von, es auch dann konsequent durchzuziehen. Jeder Golfer und hier lasse ich mal bewusst die Frauen aussen vor, will immer den Driver volle Kanne nach vorne ballern. Sich jetzt bewußt zurückzunehmen ist nicht ganz Ohne! Aber über 9 Loch und mit einem Ziel (Fairways treffen) sollte das doch möglich sein. Somit ging es dann auf eine EDS-Runde, die ich vor 10 min noch gar nicht im Kopf hatte.

Die zweiten 9 im Golfclub Hamburg-Oberalster sind die vermeintlich leichteren.

Ich starte mit einem kurzem Par 4 – 319 Meter. Hier kann eigentlich nicht viel schief gehen und das Par sollte schon gespielt werden.

Die zweite Bahn ist ein Par 3 – 164 Meter und für mich ein Eisen 5!

Dann folgen ein Par 5 mit 465 Meter und ein knackiges Par 4 mit 397 Metern. Nach einem Par 4 von 380 und einem mit 312 Metern geht es dann ins letzte Drittel der Runde.

Mein Score lag zu diesem Zeitpunkt 2 über Par! Ich hatte jedes Fairway getroffen und hatte, das gebe ich gerne zu, ein unglaubliches Puttglück! Es fielen Putts zum Par, wo man eigentlich das Bogey schon im Kopf und auf der Scorekarte hat.

Auch mein Spielpartner scorte wirklich gut und ich war so gar nicht gestresst. Natürlich war mir bewusst, wenn es jetzt nicht noch total eskaliert, wird das ein gute bis mördergeile Runde.
Ich versuchte mich abzulenken in dem ich, für mich eher ungewöhnlich, Smalltalk mit dem Kollegen hatte. Der Plan dahinter war, quatschen lenkt vom Punkte zählen ab.

Höre ich da gerade einen Aufschrei bei meiner Leserschaft? Mit dem will ich aber nicht Golf spielen, wenn er nicht mit mir redet!

Leute, hier an der Stelle bin ich mal ehrlich. Worüber soll ich mich mit jemanden unterhalten, den ich noch keine Stunde kenne? Ich bin höflich aber eher der stille Begleiter. Das ist natürlich anders bei Leuten, die ich bereits länger kenne und es somit auch was zu bereden gibt!

So zurück zum eigentlichen Thema.

Nun war der Plan, die letzten 3 Bahnen sicher zu Ende zu spielen und eine Eskalation vermeiden. Das Layout der 3 Bahnen lässt es eigentlich zu, ohne Probleme die Nummer nach Hause zu bringen. Die einzige Gefahr, ausser natürlich die der plötzlich aufkommenden schlechten Schlägen, war das Inselgrün auf der 18. Hier ist man fix mit einem Doppel-Bogey dabei. Eine gute Runde kann da nochmal an Wert verlieren.

Der Wind, der hier eigentlich immer ein Faktor ist, spielte mir auf den letzten Bahnen in die Karten. Rückenwind war dann schon was Gutes und ich spielte die letzten 3 in 1 über Par!

BÄÄÄÄHM!

Wie Ihr sicher bereits gelesen habt, schreibe ich mir gute Schläge ins Schlagtagebuch und ihr könnt sicher sein, es gab einige! Doch möchte ich die letzte Bahn in Summe ins Buch aufnehmen. Denn der Grund dafür ist folgender (auch dem Rückenwind zu verdanken!)

Abschlag mit dem Holz 3 und ich spürte bereits im Treffmoment, das wird Einer! Gute Länge, über 210 Meter, auf der richtigen Seite des Fairways. Als ich zum Ball kam und die Entfernung zur Fahne gelasert habe, dachte ich – WOOOOW !!! – jetzt noch ein Wedge ins Grün! 2 Putts und die Runde ist mörder!

So habe ich es dann auch gemacht.

3 über Par – neue Spielvorgabe -11,0! Ein großer Schritt zur Zielerreichung ist gemacht!

Nun gilt es das auch immer wieder zu bestätigen und fleißig mit Coach Christoph von der Hamburger Golfakademie weiter zu arbeiten.

Gute Runden, schlechte Runden!

Gute Runden, schlechte Runden!

Um ehrlich zu sein, eine richtig schlechte Runde gibt es ja gar nicht. Denn nichts ist wohl besser als auf dem Golfplatz zu sein und einer Passion nachzugehen.

Dennoch habe ich auch so semi-großartige Erlebnisse gehabt. Das liegt eindeutig an meinem zu großen Ehrgeiz.

Die guten Trainingserfolge will ich dann sofort auch auf dem Platz sehen, aber es kommt dann immer anders.

Meine größte Baustelle ist der Driver und dieser beeinflusst zu 75% auch das Ergebnis meiner Golfrunde. Hier meine ich nicht nur den Score, sondern viel mehr mein gesamtes Gefühl. Da ich mitten in einer Schwungumstellung bin, ist hier von Sicherheit noch nicht zu sprechen. Ich neige dann auch dazu, zu viel zu schnell zu wollen.

Aus diesem Gefühl heraus sind die gespielten Runden dann nicht ganz so locker aber dennoch schön.

Es gibt aber auch die anderen!

Ich habe beschlossen so lange mit dem Holz 3 abzuschlagen, bis ich mit Driver sicher bin. Das hat nun zur Folge, dass meine Abschläge zu 95% auf der Bahn landen und ich dadurch einen guten Schlag ins Grün bekomme.

Das spiegelt sich dann auch deutlich im Score wider und macht riesig Spaß. Nun könnte ich sofort sagen: Oh, dein kurzes Spiel muss auch noch deutlich besser werden…

Nein, ich versuche es einfach zu genießen und freue mich darüber. Kurzes Spiel wird eine eigene Baustelle.

Alle Golfer*innen wissen natürlich, man ist nie zufrieden und will es immer besser machen. Das ist unser aller Antrieb.

Nach Neustart der Golfsaison am 04.05.20 habe ich 18 Runden gespielt und bin wirklich zufrieden. Ich kann viele Dinge besser auf dem Platz umsetzen und damit meine ich die Spielstrategie und die Ausführung meiner Schläge.

Was für eine Erkenntnis ziehe ich aus den gespielten Runden?

Es kann losgehen! Es kann eine „scharfe“ Runde gespielt werden.

Trainingsweltmeister!

Trainingsweltmeister!

Seitdem ich Golf spiele, finde ich auch das Training auf der Driving-Range Spitzenklasse. In den letzten Jahren wurde auch die Herangehensweise immer strukturierter. In den Anfängen hingegen bin ich auf die Range gekommen und habe Ball für Ball auf die Wiese geballert. Mit Training oder woran will ich in dieser Einheit arbeiten, hatte das mal gar nichts zu tun. Ich hätte auch den Eimer Bälle direkt auf die Wiese kippen können, denn ich erzielte überhaupt keine Trainingsergebnisse.

Mit zunehmender Spielstärke wurde auch hier meine Einstellung eine andere. Das Eisenspiel stand nun deutlich im Fokus. Ohne Trainer, Trainerstunden war das eigentlich auch nur Stückwerk.

Ich begann mich zu verzetteln! YOUTUBE-Videos wurden mein ständiger Begleiter. Erkannte ich während der Runde eine Schwachstelle in meinem Spiel, so recherchierte ich direkt das passende Trainingsvideo dazu. Am liebsten wäre ich auch direkt auf die Range gefahren, um es sofort zu trainieren.

Ich trainierte und trainierte! Einen Erfolg konnte ich zurückblickend allerdings nicht verbuchen. Wie auch? Denn, wer sollte mir ein Feedback geben? Eigentlich habe ich nur Fehler mit anderen Fehlern ausgeglichen.

Als ich nach den 2 Jahren Golf-Pause wieder zum Schläger griff und eine „Bestandsaufnahme“ machte, fand ich es eher so semi-geil mein Spiel! Also ging es wieder auf die Range und das Selbststudium begann erneut!

Was genau der Impuls war, nun doch einen Trainer aufzusuchen, kann ich gar nicht sagen. Was ich aber sagen kann ist, dass ich mir auch diese Entscheidung gar nicht so leicht gemacht habe.

Wer ist der beste Trainer für mich?

Zwar kannte ich den einen oder anderen Golflehrer, aber so richtig überzeugt war ich von denen irgendwie auch wieder nicht!

Dann erinnerte ich mich an Christoph Frass von der Hamburger Golfakademie. Sein Video zum Schwungtempo-Training mit einem Metronom hatte ich diverse Male auf YOUTUBE gesehen.

Lange Rede kurzer Sinn, ER ist es geworden!

Wie veränderte sich nun mein Training?

Hier lautet die Überschrift – TOTAL -!

Trackman und eine richtige (nicht mit dem IPhone aufgenommene Videos) Videoanalyse gaben mir sofort ein, zum Teil ernüchterndes, Feedback! Desweitern war Christoph mein Spiegel, er zeigte mir die ganzen Fehler deutlich auf.

Nach einer Trainingsstunde bekam ich 1-3 unterschiedliche Drills als Hausaufgabe mit auf den Weg.

Mit diesen Übungen und dem Gefühl der richtigen Ausführung konnte ich nun deutlich effizienter trainieren.

Aufbau einer Range-Session (Eisenspiel):

  • Erwärmung – Schulter, Oberkörper, Hüfte
  • 10 Bälle halber Schwung mit dem Pitching-Wedge um ein Gefühl zu bekommen
  • Start mit dem eigentlichen Training
  • Pro Drill 30-50 Bälle. Fokus liegt hier deutlich auf der korrekten Ausführung (kein Geballere!)
  • 10-20 Bälle voller Schwung mit Pre-Shot Routine (auch so ein Thema, was es lange bei mir nicht gab)

Was ich vermeide, ist nach einem Training direkt noch auf die Runde zu gehen, denn ich konnte an mir folgendes beobachten:

Nach einem guten Training treffe ich mal gar nichts auf der Runde! Der Grund dafür ist, ich bin noch im Trainings-Modus und versuche dann auch während der Runde an meinen Schlägen zu basteln.

Gutes Training und ab nach Hause ist hier meine Devise!

https://www.hamburger-golfakademie.de/team/

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