Das Schlagtagebuch!

Wir als Golfer neigen dazu nur das schlechte in unserem Spiel zu sehen. Der Schlag war nichts, dieser Putt fiel nicht oder warum toppe ich mein Eisen 5 ständig?

All die Jahre in denen ich nun spiele waren das genau meine Gedanken. 18 Loch lang war ich mehr oder weniger damit beschäftigt, neben dem normalen Golf-Kram, mich über meine Fehlschläge zu ärgern. Das schlimmste war ein zerbrochenes Holz 3! Ich hatte nicht nur die Beherrschung, sondern auch meine Demut verloren.

Liebe Leser falls Sie sich nun ertappt fühlen, dann kann das folgende eine Lösung sein.

Durch mein intensives YOUTUBE-Studium bin ich auf eine Sache aufmerksam geworden, die mir hilft positiv zu bleiben. Ich habe begonnen ein Schlagtagebuch zu schreiben.

Auf einer für mich guten Golf-Runde komme ich mit 80-90 Schlägen aus. Wenn man dann 36 Putts (Dürfen auch weniger sein! Wäre nicht verboten!) von 85 abzieht bleiben 49 Schläge über. Wir nehmen diese 49 als Referenzwert. Wie viele dieser 49 sind davon ganz okay, so dass man sie nach der Runde gar nicht mehr weiß? Sind es 20, 30 oder 40? Um ehrlich zu sein ich weiß es auch nicht, aber mir sind auch andere Schläge viel wichtiger! Nun kommt das Tagebuch ins Spiel!

Ich möchte pro Golfrunde, egal ob 9 oder 18 Loch, 5 Schläge identifizieren, die der Wahnsinn waren. Und hierbei ist nicht das Ergebnis wichtig, sondern vielmehr die Ausführung. Ein knackiges Eisen 5, das leider das Grün verfehlt ist mir lieber, als eins was kacke gespielt 20 cm am Stock liegen bleibt.

Zu beginn war es nicht so einfach sich dessen bewusst zu sein, nur den Schlag zu bewerten und nicht das Resultat zu feiern! Wenn man es aber mal verinnerlicht hat, kann es aber auch zum „Problem“ werden.

Das Problem welchen Schlag man aussuchen soll! Welcher Schlag hat das Zeug dazu ins Buch zu kommen?

Die Bedeutung von misslungenen Schlägen nimmt zusehend ab. Klar, sie werden davon vielleicht nicht weniger (hier hilft in der Tat nur Training), aber sie haben nicht mehr so viel Platz im Mindset.

Mindset ist das Stichwort. Wenn ich nach jedem Schlag scheiße drauf bin, dann werden mir die Guten gar nicht auffallen. Ich nehme sie als geben hin und ärgere mich lieber über den Missglückten.

Nun bin ich aber auf der Suche nach den 5 Besten. Vielleicht habe ich auf Bahn 1 und 2 schon 3 Granaten rausgehauen und plötzlich kommen auf anderen Bahnen noch viel geilere. Die Gedanken drehen sich nun um die Auswahl der Besten und nicht mehr um die Schlechten. Gute Schläge werden mit dem Satz -…der schafft es ins Buch! – auf die Reise geschickt.

Natürlich ärgere ich mich immer noch über Misslungenes (ein Wedges ins Grün und man bleibt zu kurz macht mich immer noch rasend!), aber die Wertigkeit ist eine andere.

Wenn ich nun nach der Runde mein Buch zu Hand nehme um die 5 Besten zu notieren, dann spielen die schlechten nun mal keine Rolle. Somit behält die Runde, auch wenn sie eigentlich ne schlechte war, einen positiven Eindruck.

So Folks, Büchlein kaufen Bleistift anspitzen und loslegen!

Natürlich würde ich mich über Feedback freuen!

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