Schneller als gedacht!

Wenn man sich in einer Projektarbeit befindet und sei es auch eine sportliche, dann hat man sich bestimmt auch eine Timeline gesetzt.

Genau das habe ich auch für dieses Projekt getan. Mein Ansatz war:

  • Eisen noch konstanter spielen
  • Schwungidee für den Driver entwickeln und festigen
  • Kurzes Spiel verbessern

Nun habe ich durch die Corona-Situation bestimmt 3 Monate verloren und eine Einstelligkeit in 2020 wird dadurch nicht leichter. Dennoch ist es ja auch in Projekten gefordert, situationselastisch zu sein, gewollt oder auch ungewollt!

Was will ich damit sagen? Manchmal kommen Situationen zustande, die dann das Projekt buchstäblich durcheinander rütteln und genau das ist mir passiert!

Aufgrund der Corona-Regeln auf den Golfplätzen sind Startzeiten unverzichtbar. So stand ich nun an Tee 10 und wartete auf meinen Flightpartner. Als er dann endlich – im Laufschritt – ankam, fragte er mich, ob ich ihn für eine EDS (Extra Scoring Day) zählen könne. Aber natürlich würde ich das machen und entschied spontan auch eine zu spielen.

Geplant war das mal so gar nicht und passte auch nicht in meine eigentlich sehr strukturierte Herangehensweise.

Jetzt musste ich aber schnell noch eine Entscheidung treffen!

Spielst du auf Sicherheit und nimmst das Holz 3? – hierzu waren die Gedanken, lieber sauber die Fairways zu treffen und ein gutes Gefühl in der Teebox zu entwickeln.

Spielst du den Driver? – hierzu waren die Gedanken, besser lass ihn im Bag und spiele kein Risiko! Habe kein ungutes Gefühl in der Teebox.

Die Entscheidung pro Holz 3 beinhaltet aber einen ganz wesentlichen Faktor – DISZIPLIN !!!

Disziplin im Sinne von, es auch dann konsequent durchzuziehen. Jeder Golfer und hier lasse ich mal bewusst die Frauen aussen vor, will immer den Driver volle Kanne nach vorne ballern. Sich jetzt bewußt zurückzunehmen ist nicht ganz Ohne! Aber über 9 Loch und mit einem Ziel (Fairways treffen) sollte das doch möglich sein. Somit ging es dann auf eine EDS-Runde, die ich vor 10 min noch gar nicht im Kopf hatte.

Die zweiten 9 im Golfclub Hamburg-Oberalster sind die vermeintlich leichteren.

Ich starte mit einem kurzem Par 4 – 319 Meter. Hier kann eigentlich nicht viel schief gehen und das Par sollte schon gespielt werden.

Die zweite Bahn ist ein Par 3 – 164 Meter und für mich ein Eisen 5!

Dann folgen ein Par 5 mit 465 Meter und ein knackiges Par 4 mit 397 Metern. Nach einem Par 4 von 380 und einem mit 312 Metern geht es dann ins letzte Drittel der Runde.

Mein Score lag zu diesem Zeitpunkt 2 über Par! Ich hatte jedes Fairway getroffen und hatte, das gebe ich gerne zu, ein unglaubliches Puttglück! Es fielen Putts zum Par, wo man eigentlich das Bogey schon im Kopf und auf der Scorekarte hat.

Auch mein Spielpartner scorte wirklich gut und ich war so gar nicht gestresst. Natürlich war mir bewusst, wenn es jetzt nicht noch total eskaliert, wird das ein gute bis mördergeile Runde.
Ich versuchte mich abzulenken in dem ich, für mich eher ungewöhnlich, Smalltalk mit dem Kollegen hatte. Der Plan dahinter war, quatschen lenkt vom Punkte zählen ab.

Höre ich da gerade einen Aufschrei bei meiner Leserschaft? Mit dem will ich aber nicht Golf spielen, wenn er nicht mit mir redet!

Leute, hier an der Stelle bin ich mal ehrlich. Worüber soll ich mich mit jemanden unterhalten, den ich noch keine Stunde kenne? Ich bin höflich aber eher der stille Begleiter. Das ist natürlich anders bei Leuten, die ich bereits länger kenne und es somit auch was zu bereden gibt!

So zurück zum eigentlichen Thema.

Nun war der Plan, die letzten 3 Bahnen sicher zu Ende zu spielen und eine Eskalation vermeiden. Das Layout der 3 Bahnen lässt es eigentlich zu, ohne Probleme die Nummer nach Hause zu bringen. Die einzige Gefahr, ausser natürlich die der plötzlich aufkommenden schlechten Schlägen, war das Inselgrün auf der 18. Hier ist man fix mit einem Doppel-Bogey dabei. Eine gute Runde kann da nochmal an Wert verlieren.

Der Wind, der hier eigentlich immer ein Faktor ist, spielte mir auf den letzten Bahnen in die Karten. Rückenwind war dann schon was Gutes und ich spielte die letzten 3 in 1 über Par!

BÄÄÄÄHM!

Wie Ihr sicher bereits gelesen habt, schreibe ich mir gute Schläge ins Schlagtagebuch und ihr könnt sicher sein, es gab einige! Doch möchte ich die letzte Bahn in Summe ins Buch aufnehmen. Denn der Grund dafür ist folgender (auch dem Rückenwind zu verdanken!)

Abschlag mit dem Holz 3 und ich spürte bereits im Treffmoment, das wird Einer! Gute Länge, über 210 Meter, auf der richtigen Seite des Fairways. Als ich zum Ball kam und die Entfernung zur Fahne gelasert habe, dachte ich – WOOOOW !!! – jetzt noch ein Wedge ins Grün! 2 Putts und die Runde ist mörder!

So habe ich es dann auch gemacht.

3 über Par – neue Spielvorgabe -11,0! Ein großer Schritt zur Zielerreichung ist gemacht!

Nun gilt es das auch immer wieder zu bestätigen und fleißig mit Coach Christoph von der Hamburger Golfakademie weiter zu arbeiten.

Gute Runden, schlechte Runden!

Gute Runden, schlechte Runden!

Um ehrlich zu sein, eine richtig schlechte Runde gibt es ja gar nicht. Denn nichts ist wohl besser als auf dem Golfplatz zu sein und einer Passion nachzugehen.

Dennoch habe ich auch so semi-großartige Erlebnisse gehabt. Das liegt eindeutig an meinem zu großen Ehrgeiz.

Die guten Trainingserfolge will ich dann sofort auch auf dem Platz sehen, aber es kommt dann immer anders.

Meine größte Baustelle ist der Driver und dieser beeinflusst zu 75% auch das Ergebnis meiner Golfrunde. Hier meine ich nicht nur den Score, sondern viel mehr mein gesamtes Gefühl. Da ich mitten in einer Schwungumstellung bin, ist hier von Sicherheit noch nicht zu sprechen. Ich neige dann auch dazu, zu viel zu schnell zu wollen.

Aus diesem Gefühl heraus sind die gespielten Runden dann nicht ganz so locker aber dennoch schön.

Es gibt aber auch die anderen!

Ich habe beschlossen so lange mit dem Holz 3 abzuschlagen, bis ich mit Driver sicher bin. Das hat nun zur Folge, dass meine Abschläge zu 95% auf der Bahn landen und ich dadurch einen guten Schlag ins Grün bekomme.

Das spiegelt sich dann auch deutlich im Score wider und macht riesig Spaß. Nun könnte ich sofort sagen: Oh, dein kurzes Spiel muss auch noch deutlich besser werden…

Nein, ich versuche es einfach zu genießen und freue mich darüber. Kurzes Spiel wird eine eigene Baustelle.

Alle Golfer*innen wissen natürlich, man ist nie zufrieden und will es immer besser machen. Das ist unser aller Antrieb.

Nach Neustart der Golfsaison am 04.05.20 habe ich 18 Runden gespielt und bin wirklich zufrieden. Ich kann viele Dinge besser auf dem Platz umsetzen und damit meine ich die Spielstrategie und die Ausführung meiner Schläge.

Was für eine Erkenntnis ziehe ich aus den gespielten Runden?

Es kann losgehen! Es kann eine „scharfe“ Runde gespielt werden.

Trainingsweltmeister!

Trainingsweltmeister!

Seitdem ich Golf spiele, finde ich auch das Training auf der Driving-Range Spitzenklasse. In den letzten Jahren wurde auch die Herangehensweise immer strukturierter. In den Anfängen hingegen bin ich auf die Range gekommen und habe Ball für Ball auf die Wiese geballert. Mit Training oder woran will ich in dieser Einheit arbeiten, hatte das mal gar nichts zu tun. Ich hätte auch den Eimer Bälle direkt auf die Wiese kippen können, denn ich erzielte überhaupt keine Trainingsergebnisse.

Mit zunehmender Spielstärke wurde auch hier meine Einstellung eine andere. Das Eisenspiel stand nun deutlich im Fokus. Ohne Trainer, Trainerstunden war das eigentlich auch nur Stückwerk.

Ich begann mich zu verzetteln! YOUTUBE-Videos wurden mein ständiger Begleiter. Erkannte ich während der Runde eine Schwachstelle in meinem Spiel, so recherchierte ich direkt das passende Trainingsvideo dazu. Am liebsten wäre ich auch direkt auf die Range gefahren, um es sofort zu trainieren.

Ich trainierte und trainierte! Einen Erfolg konnte ich zurückblickend allerdings nicht verbuchen. Wie auch? Denn, wer sollte mir ein Feedback geben? Eigentlich habe ich nur Fehler mit anderen Fehlern ausgeglichen.

Als ich nach den 2 Jahren Golf-Pause wieder zum Schläger griff und eine „Bestandsaufnahme“ machte, fand ich es eher so semi-geil mein Spiel! Also ging es wieder auf die Range und das Selbststudium begann erneut!

Was genau der Impuls war, nun doch einen Trainer aufzusuchen, kann ich gar nicht sagen. Was ich aber sagen kann ist, dass ich mir auch diese Entscheidung gar nicht so leicht gemacht habe.

Wer ist der beste Trainer für mich?

Zwar kannte ich den einen oder anderen Golflehrer, aber so richtig überzeugt war ich von denen irgendwie auch wieder nicht!

Dann erinnerte ich mich an Christoph Frass von der Hamburger Golfakademie. Sein Video zum Schwungtempo-Training mit einem Metronom hatte ich diverse Male auf YOUTUBE gesehen.

Lange Rede kurzer Sinn, ER ist es geworden!

Wie veränderte sich nun mein Training?

Hier lautet die Überschrift – TOTAL -!

Trackman und eine richtige (nicht mit dem IPhone aufgenommene Videos) Videoanalyse gaben mir sofort ein, zum Teil ernüchterndes, Feedback! Desweitern war Christoph mein Spiegel, er zeigte mir die ganzen Fehler deutlich auf.

Nach einer Trainingsstunde bekam ich 1-3 unterschiedliche Drills als Hausaufgabe mit auf den Weg.

Mit diesen Übungen und dem Gefühl der richtigen Ausführung konnte ich nun deutlich effizienter trainieren.

Aufbau einer Range-Session (Eisenspiel):

  • Erwärmung – Schulter, Oberkörper, Hüfte
  • 10 Bälle halber Schwung mit dem Pitching-Wedge um ein Gefühl zu bekommen
  • Start mit dem eigentlichen Training
  • Pro Drill 30-50 Bälle. Fokus liegt hier deutlich auf der korrekten Ausführung (kein Geballere!)
  • 10-20 Bälle voller Schwung mit Pre-Shot Routine (auch so ein Thema, was es lange bei mir nicht gab)

Was ich vermeide, ist nach einem Training direkt noch auf die Runde zu gehen, denn ich konnte an mir folgendes beobachten:

Nach einem guten Training treffe ich mal gar nichts auf der Runde! Der Grund dafür ist, ich bin noch im Trainings-Modus und versuche dann auch während der Runde an meinen Schlägen zu basteln.

Gutes Training und ab nach Hause ist hier meine Devise!

https://www.hamburger-golfakademie.de/team/

Der Driver! Buch mit mehr als 7 Siegeln!

Der Driver ist sicher nicht mein Lieblingsschläger im Bag. Da aber Golfplätze in der Regel nicht nur aus PAR 3 Löcher bestehen, muss ich diese Keule irgendwie in den Griff bekommen.

Nach dem wir in 2019 meinen Golfschwung für die Eisen komplett umgestellt und wiederholbar gemacht haben, sollte in 2020 das Driver-Spiel auf eine neue Ebene gebracht werden. Um ehrlich zu sein, mein Driver-Spiel hat überhaupt keine Ebene. Also wird es zunächst wohl Ebene 1!

Golfspieler/innen wissen wovon hier die Rede ist. Es geht zum Tee 1, der Lieblingsball wird aufgeteet und dann soll die Rakete zünden. Hier kommt nun die nicht vorhandene „Ebene“ ins Spiel, denn bei mir zündet da mal so gar nichts! Das soll nicht heißen, dass ich den Ball weiter werfe als ihn mit dem Driver zu spielen. Dennoch bin ich mit dem Resultat z.Zt. sehr unzufrieden.

Aktuell bleiben die Drives zwischen 163,5 und 214,9 Metern liegen. An der Angabe der Länge könnte man ablesen – konstant ist was anderes! – Und genau das ist das was mich gerade sehr beschäftigt.

Bei den Eisen konnte ich einen deutlichen Längengewinn verzeichnen und das wünsche ich mir natürlich auch vom Driver. Wenn ich konstant um die 220 Meter spielen könnte, wäre das für mich ein Riesen Erfolg!

Um das aber schaffen zu können, bedarf es der nächsten Schwungumstellung. Also werde ich wieder eine Challenge annehmen und fleißig trainieren.

Was ist aber so anders an diesem Driver-Schwung?

Nach meinem aktuellen Empfinden ALLES!

Okay ich beschreibe mal die Grundsituation:

Der längste Schläger im Bag

Die wenigste Schlagenflächenneigung

Großer Schlägerkopf

Ball kann aufgeteet werden

Breiter Stand

Ball liegt deutlich auf links

Der Ball so in der Aufwärtsbewegung getroffen

Schwungbahn verläuft von innen nach außen

Im Idealfall macht der eine rechts/links Kurve (Draw)

Allein durch das aufschreiben bekomme ich schon Puls! Warum? Hier die Erklärung.

Golf spielen hat bei mir viel mit Gefühl zu tun. Wenn ich zum Beispiel putte, dann weniger inspiriert durch das Lesen der Puttlinie, viel mehr achte ich auf mein Gefühl für diesen Schlag. Beim Eisenspiel habe ich dank Christoph wieder ein richtig gutes Gefühl. Ich beschreibe das auch gern so:

Ich habe eine Idee für das was ich machen will! Wenn ich den Driver spiele fehlt mir diese komplett.

Ich fühle mich total unwohl und das macht sich dann auch in den Resultaten bemerkbar. Natürlich sind auch Schläge dabei bei denen sowohl die Ausführung als auch das Ergebnis cool ist aber das sind deutlich weniger!

Plan war für dieses Jahr mir ein Gefühl, eine Idee, für diesen Schlag zu erarbeiten. Ziel soll es sein mir 4 unterschiedliche Abschläge anzueignen.

  1. ein Draw mit 85% Power
  2. ein 100% Vollgas Drive
  3. ein Sicherheits-Abschlag der immer das Fairway trifft
  4. den haben wir noch nicht bestimmt

Meine Aufgabe, im weiteren Verlauf auch Drill genannt, besteht nun darin ein Gefühl aufzubauen. Meine Ansprechposition wurde so verändert, dass ich mich dabei schon mal wohl fühle. Sie hat dennoch einen sportlichen Ansatz.

Ein weiterer Drill besteht darin, dass ich im Abschwung von innen nach außen schwinge. Das soll geschafft werden, indem ich die Arme hinter dem Körper nach unten bewege und die Hüfte Richtung Ziel drehe! Wenn man das als Trockenübung macht, sieht es ein bisschen nach Torero aus. Sanft, geschmeidig und voller Dynamik!

Der Schlag an sich immer mit wenig Kraft und Geschwindigkeit, damit sich der Körper diese Bewegung einprägen kann.

Das Thema Driver wird ein ständiges Thema bleiben und die Fortsetzung folgt!

Ach, fasst vergessen! Christoph sagte jüngst ich zitiere: Dein Rückschwung gleicht dem von Rickie Fowler!

Das Schlagtagebuch!

Wir als Golfer neigen dazu nur das schlechte in unserem Spiel zu sehen. Der Schlag war nichts, dieser Putt fiel nicht oder warum toppe ich mein Eisen 5 ständig?

All die Jahre in denen ich nun spiele waren das genau meine Gedanken. 18 Loch lang war ich mehr oder weniger damit beschäftigt, neben dem normalen Golf-Kram, mich über meine Fehlschläge zu ärgern. Das schlimmste war ein zerbrochenes Holz 3! Ich hatte nicht nur die Beherrschung, sondern auch meine Demut verloren.

Liebe Leser falls Sie sich nun ertappt fühlen, dann kann das folgende eine Lösung sein.

Durch mein intensives YOUTUBE-Studium bin ich auf eine Sache aufmerksam geworden, die mir hilft positiv zu bleiben. Ich habe begonnen ein Schlagtagebuch zu schreiben.

Auf einer für mich guten Golf-Runde komme ich mit 80-90 Schlägen aus. Wenn man dann 36 Putts (Dürfen auch weniger sein! Wäre nicht verboten!) von 85 abzieht bleiben 49 Schläge über. Wir nehmen diese 49 als Referenzwert. Wie viele dieser 49 sind davon ganz okay, so dass man sie nach der Runde gar nicht mehr weiß? Sind es 20, 30 oder 40? Um ehrlich zu sein ich weiß es auch nicht, aber mir sind auch andere Schläge viel wichtiger! Nun kommt das Tagebuch ins Spiel!

Ich möchte pro Golfrunde, egal ob 9 oder 18 Loch, 5 Schläge identifizieren, die der Wahnsinn waren. Und hierbei ist nicht das Ergebnis wichtig, sondern vielmehr die Ausführung. Ein knackiges Eisen 5, das leider das Grün verfehlt ist mir lieber, als eins was kacke gespielt 20 cm am Stock liegen bleibt.

Zu beginn war es nicht so einfach sich dessen bewusst zu sein, nur den Schlag zu bewerten und nicht das Resultat zu feiern! Wenn man es aber mal verinnerlicht hat, kann es aber auch zum „Problem“ werden.

Das Problem welchen Schlag man aussuchen soll! Welcher Schlag hat das Zeug dazu ins Buch zu kommen?

Die Bedeutung von misslungenen Schlägen nimmt zusehend ab. Klar, sie werden davon vielleicht nicht weniger (hier hilft in der Tat nur Training), aber sie haben nicht mehr so viel Platz im Mindset.

Mindset ist das Stichwort. Wenn ich nach jedem Schlag scheiße drauf bin, dann werden mir die Guten gar nicht auffallen. Ich nehme sie als geben hin und ärgere mich lieber über den Missglückten.

Nun bin ich aber auf der Suche nach den 5 Besten. Vielleicht habe ich auf Bahn 1 und 2 schon 3 Granaten rausgehauen und plötzlich kommen auf anderen Bahnen noch viel geilere. Die Gedanken drehen sich nun um die Auswahl der Besten und nicht mehr um die Schlechten. Gute Schläge werden mit dem Satz -…der schafft es ins Buch! – auf die Reise geschickt.

Natürlich ärgere ich mich immer noch über Misslungenes (ein Wedges ins Grün und man bleibt zu kurz macht mich immer noch rasend!), aber die Wertigkeit ist eine andere.

Wenn ich nun nach der Runde mein Buch zu Hand nehme um die 5 Besten zu notieren, dann spielen die schlechten nun mal keine Rolle. Somit behält die Runde, auch wenn sie eigentlich ne schlechte war, einen positiven Eindruck.

So Folks, Büchlein kaufen Bleistift anspitzen und loslegen!

Natürlich würde ich mich über Feedback freuen!

108 Meter!

Der Trackman lügt nicht!

Nachdem ich nun Kontakt zu Christoph aufgenommen hatte, war auch schnell der Termin festgelegt. Es sollte eine Bestandsaufnahme werden. Im Vorgespräch hatte ich dem Coach noch vollmundig von meinen Trainingszielen erzählt, aber die Ernüchterung kam prompt.
Das erste Training begann mit Gymnastik. Erwärmen war die Devise und nicht sinnlos Bälle wegballern. Gut aufgewärmt war ich nun bereit mein ganzes Potenzial meinem neuen Coach vorzuführen. Der Trackman wurde aufgestellt, denn es sollten ja alle Daten auch ermittelt werden, und los ging’s.
Spiel mal ein Eisen 7 war die erste Anweisung. Gesagt getan und der Ball flog 108 Meter auf die Ahrensburger Driving-Range. Es folgten weitere Bälle, die eher noch kürzer waren als der erste und die Ernüchterung war riesig groß.

War mein Spiel so limitiert?

Aktuell sehr wohl und das galt es so hinzunehmen. Christoph sagte es gäbe nun 2 Möglichkeiten:

1. Er zeigt mir wie ich durch kleine Umstellungen vielleicht ein bisschen besser spielen kann, aber viel weiter werde ich ein Eisen 7 wohl nicht mehr spielen.

2. Er schraubt meinen Golfschwung komplett auseinander und baut mich dann wieder zusammen, mehr Dynamik, mehr Schlägerkopfgeschwindigkeit, bessere Ansprechposition usw.! Mit anderen Worten alles auf Null und los!

Meine Entscheidung fiel auf Variante 2 und das war die wohl beste Entscheidung nach der mit Golf zu beginnen.

Christoph schraubte und schraubte. Video auf Video wurde gemacht. Fehler erkennen und sie durch gute Trainingsdrills wegzuarbeiten stand ganz oben auf der To do Liste. Nach 13 Jahren ohne richtiges Training hatten sich unglaublich viele Fehler eingeschlichen. Eigentlich war es mehr Scheiße als super und trotzdem war ich hochmotiviert, mir einen neuen Schwung anzutrainieren.

Die Trainerstunden waren unglaublich intensiv und Christoph forderte mich. Es stellten sich auch schnell messbare (mehr Weite) Erfolge ein. Vieles klappte dadurch gut, dass ich mir Bewegungen und Abläufe schnell einprägen kann. Das heißt aber nicht, dass mir alles nur so zu flog. Ich habe Stunden auf der Range verbracht um alles neu Erlernte zu festigen. Da gab es Momente in denen ich dachte – WOW, bist du GUT! und Alter, bist du schlecht! – aber in Summe ging es immer mehr bergauf.

Unser Training widmete sich in erster Linie dem Eisenspiel. Eine wiederholbare Bewegung und so wenig Fehler wie möglich zu machen war das Ziel. Hier mal eine kleine Aufzählung von Fehlern, die ich so machte (und auch immer wieder passieren):
– Anprechposition wie ein alter Opa
– steife Hüfte
– kein volles aufdrehen im Rückschwung
– die rechte Schulter leitet den Abschwung ein
early release!
– treffe erst den Boden dann den Ball
– Hände sind nicht vor dem Ball im Treffmoment
– CHICKENWING
– usw.

Noch Fragen Freunde?

Nun stellt sich die Frage, wie ist der Status Quo? Hierzu kann ich sagen, dass ich im November 2019, also nach 9 Monaten gemeinsamer Arbeit, wieder ein Eisen 7 spielen sollte. Das Resultat überraschte mich nun gar nicht so gewaltig, wie man es vielleicht vermuten konnte, denn ich erlebte den Fortschritt ja. Im Durchschnitt (ich glaube es waren 7 Bälle) spielte ich ein Eisen 7 nun…

137 Meter!

Und das auch wiederholbar!
Die Golfsaison 2019 war natürlich geprägt durch diese Veränderung. Mal klappte vieles und dann auch wieder gar nichts. Dennoch spielte ich plötzlich „andere“ Golfplätze. Brauchte ich vorher ein Eisen 7 spielte ich nun voller Überzeug ein Pitching Wedge. Aus Holz 3 wurde Eisen 5 usw.

Für die Golfsaison 2020 wollten wir uns dem Thema Driver annehmen. Christoph will, dass ich in der Lage bin, drei unterschiedliche Drives zu spielen. Natürlich ist hier auch das Thema WEITE ein wichtiges. Leider hat uns die aktuelle Situation in der Zeit zurückgeworfen aber das Training wird Donnerstag wieder aufgenommen.

Ich freue mich riesig, weiter an meinem Spiel zu arbeiten!

Wer vielleicht selbst gerade auf der Suche nach einem guten Trainer ist – und ja ich weiß, dass das eine subjektive Meinung von mir ist, kann ja mal hier anfragen:

https://www.hamburger-golfakademie.de/

 

Wie alles begann!

Gute Geschichten beginnen immer mit:

Es war einmal…(Kurzversion)

Auf Golfrunden hat man in der Regel viel Zeit sich mit seinen Mitspielern zu unterhalten und dabei wird eine Frage sehr häufig gespielt:

Wie bist du zum Golf spielen gekommen?

Bei mir ist das eine längere und gleichwohl lusitige Geschichte. 2006 war in noch in meiner damaligen Berufung, ich bin gerlernter Koch, unterwegs. Ich habe Kochkurse in privaten Küchen gegeben und so kam es auch zur einer Buchung in Haseldorf. Mein Job war es damals jemanden das Kochen beizubringen die auf ihren Ländereien auch einen Golfplatz hatten.

Meine Kenntnisse über diesen Sport waren sehr limitiert. Ich kannte Tiger Woods und Bernhard Langer. Über das gemeinsame kochen kamen wir dann auch auf Golf zu sprechen. Mir wurde angeboten doch meine Platzreife zu machen und somit mit Golf zu beginnen. Um ehrlich zu sein habe ich das Angebot damals so gar nicht ernst genommen und erst als ich mehrfach daran erinnert wurde merke ich wie Ernst es ihnen damit war.

Also belegten meine Freundin und ich einen Platzreifekurs im Golfclub Gut Haseldorf und das unheil nahm fortan seinen Lauf.

Die ersten Runden haben wir dann immer früh morgens gespielt. Nicht weil wir nicht schlafen konnten, sondern weil wir niemanden stören wollten mit unserem Beginner-Spiel. Das legte sich nach kurzer Zeit wieder, denn das Golfspiel verbesserte sich zusehend.

Was nun folgte ähnelte einer Sucht! Stunden auf der Driving-Range (das könnte ich heute immer noch stundenlang machen. TRAININGSWELTMEISTER). Jedes Wochenende auf dem Golfplatz. Aus Golf-Kurzurlauben wurden Reisen nach Schottland und Spanien.

Ich war drauf! Die Nadel steckte im Arm!

Es folgten Turniere, mein erstes und auch gewonnenes war der OSTEREIER-CUP 2007!!!, Clubmeisterschaften (meine ersten sind einen eigenen Betrag wert, ich sage nur Vollkatastrophe) und Mannschaftsspiele.

2015 kam es dann zu einer Golf-Pause. Ich hatte zwar noch immer Lust auf diesen Sport, wollte dennoch auch mal was anderes machen. Triathlon zog mich in seinen Bann. Ich schwamm/lief und fuhr Rennrad. 2017 kribbelte aber wieder und ich begann wieder mit dem Golfsport. Es war irgendwie wie Fahrrad fahren, verlernt man auch nicht. Ab auf die Range und wieder auf die Wiese.

Aber mein Spiel war schlecht. Keine Dynamik, keine Längen und das berühmte Chickenwing! Ich versuchte dann autodidaktisch mir das weg zu trainieren mit mässigem Erfolg. So dass ich im Februar 2019 mir einen Trainer suchen wollte. In den dann ganzen Jahren hatte ich vielleicht 20 Golflehrer-Stunden und das machte sich nun in aller Deutlichkeit bemerkbar. Golfer denken sie könnten sich einen solch komplexen Sport irgendwie selbst beibringen oder sich selbst trainieren. Zu dieser Gruppe zählte ich in der Tat auch. Ich glaube, ich habe YOUTUBE leergeguckt was Trainingsvideos anbelangt.

Die Trainersuche erfolgte auf eine ganz einfache Art und Weise: BAUCHGEFÜHL! Ich erinnerte mich an einen Golftrainer den ich schon oft bei St. Pauli Pro-Am Turnieren und anderen Wettspielen gesehen habe. Christoph Frass von der Hamburger Golfakademie bekam eine Mail von mir ob er nicht Bock hätte mein Trainer zu werden und die Antwort war:

Hey Markus, ich habe BOCK!

 

Als nächstes:

Die erste Trainerstunde mit Christoph

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