….das Leben ist eine U-Bahn….

…..und ich mitten drin!

Seit Montag gehöre ich wieder dazu!
Ich bin Bahnfahrer!

Nicht weil mir, wie man vielleicht denken könnte der Führerschein entzogen würde, nein mein Brötchengeber ist umgezogen und ich müsste mit. Was ich sonst in 3 min Autofahrt erledigen konnte, ist nunmehr eine 36 Minuten dauernde Bus-/Bahnfahrt geworden.
So sitze ich seit Montag wieder in der U-Bahn und muss feststellen, ich gehöre nicht dazu. Warum stellt sich die Frage. Ich will es schnell erklären:

Der typische männliche Bahnfahrer ist anders gekleidet als ich, denn ich trage selten( bis gar nicht!!!!) Jack Wolfskin All-Wetterjacken und habe auch keinen passenden Rucksack dazu. Hierzu kommt dann noch ein Schuhwerk, dass den Namen nicht verdient. Warum machen Männer sowas? Wieso zieht man sone Klamotte an? Was ist in den Rucksäcken? Warum nicht mal ein paar ordentliche Schuhe? Das sind Fragen, die ich mir seit Montag wieder stelle. Ich hatte sie seit 2006 erfolgreich verdrängt, weil ich ja immer Auto gefahren bin. Nun sind diese Bahn-Männer plötzlich wieder da und ich kann mich nicht dagegen wehren.
Wer nun denkt, die Frauen seien besser gekleidet dem kann ich zu rufen….Neeeee! Gleiche Jacken, gleiche Schuhe und Rucksäcke. Doch ein kleiner, aber dennoch feiner, Unterschied ist zwischen den Geschlechtern zu erkennen. Frauen haben an ihren Rucksäcken ca. 17 kleine Stofftiere hängen. Eine Eigenart zu der der Bahn-Mann offenkundig nicht zu neigen scheint und ich schon mal sowie so nicht!

Was hat sich denn in den Jahren meiner Abwesenheit noch so geändert? Eigentlich nicht viel. Das Smartphone hat natürlich Einzug gehalten und jeder tippt wie wild auf ihnen herum. War es nach der Jahrhundertwende ein Zeichen von unglaublicher Coolness, weiße In-Ear-Kopfhörer zu tragen ist es heute allerdings nur noch bedingt lässig. Apple hat nun viele im Griff. Um heute in der grauen Masse nicht unter zu gehen, trägt man(n) und Frau natürlich auch, Over-Ear-Kopfhörer aus der Edelschmiede Monsterbeats by Dr. Dre.

Hat denn das Bahn fahren auch was positives? Das kann ich mit einem klaren Ja beantworten. Ich weiß, dank unzähliger Plakate, was kulturell ich Hamburg am Start ist. Das es zum Beispiel einen Comedy Pokal gibt und viel tolle Sachen mir. Für mich drängt sich natürlich jetzt die Frage auf, was habe ich bloß all die Jahre ohne den Comedy Pokal gemacht…..

….Linie U3….aus der sicht und mit den worten von…..

markus

Burlesque auf St. Pauli

Im Zeitalter immer mehr inhaltsloser TV-Formate ist man doch ständig auf der Suche nach Fernsehen mit einem inhaltlichen Schwerpunkt. Dieses hat sich auch die Film und TV-Produktionsfirma  Signed Media in großen Buchstaben auf ihre Fahne geschrieben. Dem einen oder anderen sind Formate aus dieser feinen Fernsch-Schmiede, als Beispiel führe ich hier Tracks das Musikmagazin auf Arte an, bekannt. Fernab von den „ich-suche-irgendwas-sendungen-hauptsache-RTL“ liefert diese Hamburger Firma ein ganz anders Fernsehen ab.

Hier einmal ein TV-Tipp der Extraklasse:

„Burlesque auf St. Pauli

Dokumentation für den „Thementag St. Pauli“

3sat, 6.2.2011, 22.15Uhr

Strip- und Sexlokale auf St. Pauli: Die reine Fleischbeschau der Sexarbeiter tritt häufig an die Stelle von Erotik, Verführung und Sinnlichkeit. Heruntergekommene Touristenfallen, Erotik-Discounter und Junggesellenabschiede haben das wahrhaft Lustvolle aus dem Spiel der Körper und Identitäten verdrängt. Doch seit ein paar Jahren inspiriert eine neue Form erotischer Performance auch die „sündigste Meile der Welt“: New Burlesque.

Bei New Burlesque verbinden sich Striptease, Gesang, Schauspiel und Akrobatik. Gängige Schönheitsideale werden hinterfragt. Der Akt des Entblößens wird zu einem Spiel mit Geschlechterrollenbildern und sexuellen Klischees. Ausdruck, Originalität und Humor sind Trumpf, zählen mehr als ein perfekter Körper.

Das Queen Calavera ist seit einigen Jahren der Tempel der Szene. Der Auftrittsort ist eine Reminiszenz an die schummerigen Bars und Juke Joints der USA der 40er und 50er Jahre. Die Tänzerinnen des Queen Calavera Koko LaDouce, Eve Champagne und Leolilly erzählen, von ihren Einflüssen, Leidenschaften und Fantasien und bieten so den Ausgangspunkt für eine Zeitreise in das St. Pauli vergangener Tage.

Auch Drag-Queen Olivia Jones plaudert über ihre Liebe zu St. Pauli und ihrem Hang zur Kunst der Burlesque. Sie bietet mir ihrer Bar „Die Wilden Jungs“ das Kontrastprogramm. Hier ziehen sich Männer nur für Frauen aus.

Kiezfotograf Günter Zint berichtet von den Varietébühnen der zwanziger Jahre und dem Aufblühen einer verruchten Nacktkultur seit den fünfziger Jahren. Es scheint, als ob an keinem anderen Ort in Deutschland „Burlesque“ so zu Hause ist wie hier auf St. Pauli.

Im Rahmen dieser Dokumentation richtet SIGNED MEDIA den Blick ganz auf dieses Phänomen, zeigt die Treffpunkte, die schillernden Persönlichkeiten, die Geschichte und die Philosophie einer Bewegung, die wieder Sinnlichkeit und Glamour inmitten von Porno-Kinos und Tabledance etabliert.

Ein Film von Henrike Sandner

Sendetermine:
6.2.2011 22.15 Uhr, 3sat (Wdh. 7.2., 4.55Uhr)

3sat stellt am Thementag 24 Stunden lang in Dokumentationen, Reportagen und Spielfilmen das Viertel vor. Durch den Tag führen Drag Queen Olivia Jones und FC-St.-Pauli-Star Gerald Asamoah.“

Quelle:

Signed-Media

Ich habe mir diesen Termin schon fest vorgemerkt und ich hoffe ihr werdet es mir gleichtun….

Richtiges Fernsehen….aus der sicht und mit den worten von….

markus

…H&M…jetzt geht`s los….

….schon mit Spannung erwartet, was könnte ich wohl gestern bei einem Modediscounter wohl so erlebt haben? Der Reihe nach zu erzählen macht am meisten Sinn.

Mich als Hamburger treibt es nicht so häufig in die City…zu viele „Nicht-Hamburger“ die einem im Weg rumstehen ist einfach nicht so mein Ding an einem Samstag-Mittag. Der moderne Mann von heute, brauch aber dann und wann einfach mal ein paar meine Klamotten und so lies ich mich dazu hinreißen in die „Stadt“ zu fahren. Parkhaus Europapassage wurde angesteuert und mein Weg führte mich in den Männer(ganz wichtig)-H&M in selbiger Einkaufsmeile. Das Thema shoppen ist für mich wirklich kein Stress, denn ich habe, bei anderen Männer nicht immer vorhanden, Geschmack und weiß was ich will. In diesem Fall ging mir ein Hemd und die passende Krawatte ins Netz und wenn man schon mal da ist, nen 5er Pack Socken. Alles nicht spektakulär bis hier her. Mein Weg führt mich aber auch noch in einen anderen Store, des gleichen Mode-Discouter….für Hamburg-Kenner…Spitaler-Strasse! Zwischen durch hatte ich mir fix noch ein paar braune Schuhe gekauft und benötigte nun einen dazu passenden Gürtel. Also rein in diese besagte Filiale.

Meine Begleitung wollte in diesem Store auch noch das ein oder andere Einkaufen und so kam ich in den Genuss folgendes erleben zu dürfen…..

Dieser Laden führt Klamotten für beide Geschlechter und somit fand ich fix nen Gürtel, meiner Begleitung gefiel auch so einiges, also auf zur Umkleidekabine.

Da stand SIE!!!….Die H&M Umkleidenbeauftragte!!! Eine Frau, mitte 20ig, natürlich gutgekleidet und ihre Aufgabe besteht ausschliesslich darin…Kunden zu bevormunden, Kabinen zu zuweisen und Klamotten zu zählen!

Ich hatte ja nichts zum anprobieren und wollte auf der, sehr unbequemen, Sitzgelegenheit Platz nehmen…aber ich hatte  die Rechnung ohne diese junge Dame gemacht! Sehr bestimmend fragte Sie mich was ich denn hier wolle, wenn ich nur nen Gürtel habe?…ich antwortete…“sitzen“…..Es wurde mir genehmigt, vielleicht weil ich somit keine Kabine belegte. Ich setzte mich also und, ich liebe es , begann zu beobachten……

Frauen rauschten in den Vorraum der Umkleidekabinen und wollten mal so mir nichts dir nichts in eine freie Kabine marschieren….Nix da! Da war die H&M-Polizei….ich bin ein Kind der Bundesliga und habe die Einführung der 3 Punkte Regel kennen gelernt, heute habe ich die „5-Teile-Regel“ erfahren dürfen….Frauen, kaufen sicher häufiger Klamotten ein als ich und dürften somit diese Regeln kennen, falls nicht, heute wurde sie ihnen sehr deutlich klar gemacht.

Nun standen sie da, 27 Teile auf dem Arm, und mussten Entscheidungen treffen und das in Sekunden. 5 Teile=Kabine….27Teile=keine Kabine und Stress mit der Tante am „Einlass“….Es flogen also Hosen, Blusen usw. in die Ecke und die Türsteherin wies eine Kabine zu.

Ich beobachtete dieses Treiben ein bisschen ängstlich, denn ich wusste das ich Ihr ein Dorn im Auge war, weil ich nur „sitzen wollte. Was ich auch noch nicht wußte war, das es wohl auch nicht mehr in „Mode“ ist, die Kabinentür zu schliessen. Frauen, aber auch Männer, sprangen wild um mich herum…ich verlor ein bisschen den Überblick, bis plötzlich eine Tür neben mir auf ging und 6 junge Frauen aus 1!!!!er Kabine kamen….ich fragte mich warum, aber die Lösung war schnell gefunden….6 Frauen x 5 Teile= 30ig Teile…aha, dachte ich, so läuft das heute…

Mütter, die Ihren Sprösslingen die Hosen reichten…Frauen, die dann doch lieber ne Nummer größer nehmen wollten(wenn auch zähneknirschend!)…Männer, um Gotteswillen…..

Man man man….ich hatte ja keine Ahnung wie spannend es sein kann…wenn man nur „sitzen“ will…..

5 Teile…..aus der sicht und mit den worten von……

markus

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